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Ein erstes Servus aus München

Nachdem ich mich nun langsam hier eingefunden habe, dachte ich mir, ich sende euch mal ein Lebenszeichen aus dem Süden. Tja, was soll ich sagen, mir geht es so weit ganz gut. Ich gewinn grad tausende neue Eindrücke und weiß gar nicht, wo ich mit meinem Bericht an euch anfangen soll.
Kommen wir zunächst einmal zu meinem neuen/vorübergehenden Zuhause. Ich wohne hier zur Untermiete bei einer netten, lustigen Dame namens Martina. Sie ist 38 Jahre alt und lacht genauso gern und viel wie ich. Der ein oder andere von euch wird sich eventuell vorstellen können, was das bedeutet. Nun ja, auf jeden Fall fühle ich mich sehr wohl in ihrer Wohnung. Mein Zimmer ist ganz nett, abends lungern wir oft vor’m TV und quatschen bis spät über Gott und die Welt. Ich muss sagen, es könnte wohl kaum besser passen und es erleichtert mir wirklich einiges, dass es mit der Wohnsituation so gut passt.
Das Praktikum bei der Messe München ist ziemlich interessant und arbeitsreich. Nun ja, am ersten Tag hab ich zugegebenermaßen überhaupt nicht geschnallt, was hier passiert und worum es geht, aber die Erleuchtung kam dann doch recht schnell, sodass man sagen kann, dass ich vieles schon weitgehend alleine mach. Ich hab eigentlich immer was zu tun und bin komischerweise fast immer die letzte, die geht. (Irgendwas mach ich falsch!)
Letzte Woche ist die halbe Abteilung ausgeflippt, weil der King himself – Robbie Williams – sich die Ehre gegeben hat, und direkt mal 3 Konzerte hintereinander gegeben hat. Ich konnte ihn Dank guter Windverhältnisse selbst noch bei mir auf dem Balkon in beinahe perfekter Qualität „empfangen“. Nun haben sich aber alle wieder beruhigt und man hört kein hysterisches Kreischen mehr auf dem Gang.
Am WE hatte ich zum ersten Mal Zeit, in die City zu düsen. Martina, ihre Freundin Bea und ich haben ganz gemütlich in nem Biergarten auf dem Viktualienmarkt gesessen und mit einem sehr witzigen, älteren ur-Münchner Pärchen gequatscht, das bei uns am Tisch saß. Der Mann hat ziemlich viele Geschichtchen erzählt, die man bei uns im Norden sicherlich als Seemannsgarn bezeichnen würde. Über sein Rumgealber hinaus hat er allerdings eine Einkaufstüte mit Pfifferlingen und Petersilie unter’m Tisch stehen lassen, und weil das Pärchen nicht zurückkam, wurde dies unser Abendessen. Wir konnten das gute Essen ja nicht verkommen lassen. (An dieser Stelle nochmal DANKE an die beiden Vergesslichen. Es war super lecker! )
Danach landeten wir 3 in einem Trachtenladen. Ich darf anmerken, dass wir weder Kosten, noch Mühe gescheut haben, und uns wagemutig in die Menge warfen, um uns ein Dirndl für die Wies’n zu besorgen. Allein das Anprobieren wurde schnell zur Qual. Es standen ca. 1000 Frauen an, wovon jede 20 Dirndl anprobieren wollte. Zum Glück gab es Prosecco für lau, was die Sache um einiges erträglicher machte. Zumindest zwängte ich mich dann in so’n Kleid, Größe 38, wobei mir prompt die Verkäuferin auflauerte und mich anmotzte, dass das Kleid „viiiiiel zu groß“ sei, und binnen 5 Sekunden stand sie mit ner 36 vor mir. ! Ich war leicht irritiert, zumal ich schon Probleme hatte, in die 38 zu kommen. Gut, mit Luft anhalten, Bauch einziehen, und freundlicher Unterstützung von Martina bin ich irgendwie in diese Wurstpelle reingekommen. Ich kann nicht behaupten, dass es ein angenehmes Gefühl war, aber mittlerweile wirkte der Prosecco bei so ziemlich jedem im Laden. Auf einmal teilten sich fremde Frauen Kabinen, die anstehenden Damen zupften mein Kleid zurecht und bewerteten die ganze Sache mehr als positiv, und selbst die Männer fingen an (entgegen ihrer Natur) eine eigene Meinung zu entwickeln, und halfen bei der Farbauswahl bzw. brachten ihre Ideen bei der Auswahl der passenden Schürze mit ein. So war es doch ziemlich witzig und irgendwie packte mich dann auch das Oktoberfestfieber. (Bevor ihr fragt, JA, ich werde Fotos machen!)
Tja, ansonsten denke ich nun verstärkt darüber nach, demnächst irgendwann mal ein WE nach Salzburg zu fahren. Allerdings warte ich noch auf besseres Wetter bzw. weiß auch noch nicht, ob und wann meine Eltern nun nach München kommen. Und vielleicht wäre es auch nicht schlecht, sich erstmal München anzuschauen, bevor man die Staatsgrenze übertritt.

So, meine Lieben, das soll’s für’s erste gewesen sein. Ich muss schließlich arbeiten. Fotos folgen, sobald ich in ein Internet-Café komme, denn Martina hat weder Fotobearbeitungsprogramm, noch irgendwas auf ihrem Rechner.
Also, lasst es euch allen gut gehen. Der ein oder andere könnte sich gerne auch mal wieder melden. (Ich nenn hier keine Namen, nicht wahr, Pierre?!)
P.S. an Jani: Ich tu grad alles menschenmögliche, damit ich am 21.10. dabei sein kann. Drück mir die Daumen, dass es klappt!
9.8.06 14:10





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